Fritz Kilthau / Peter Krämer
3 Tage fehlten zur Freiheit – Die Nazimorde am Kirchberg Bensheim – März 1945

 

"3 Tage fehlten zur Freiheit"Am 24. März 1945 – drei Tage vor der Befreiung Bensheims durch die Amerikaner – wurden am Kirchberg zwölf Menschen von der Gestapo erschossen. Wer waren diese Opfer, warum wurden sie ermordet? Wer waren die Täter?
Dr. Fritz Kilthau und Dr. Peter Krämer gingen diesen Fragen nach. Sie suchten nach Angehörigen und Bekannten der Opfer, befragten sie, erbaten Fotos und sonstige Dokumente. Bei den Recherchen stieß man auch auf eine große Anzahl von Dokumenten, die ein weiteres Verbrechen nachwiesen – die Ermordung von drei amerikanischen Fallschirmspringern durch die Bensheimer Gestapo. Weitere Details der standrechtlichen Erschießung von drei jungen deutschen Soldaten am Bensheimer Wasserwerk wegen angeblicher Fahnenflucht konnten ebenfalls gewonnen werden.
Im Mittelpunkt des Buches stehen die Lebensgeschichten der Opfer der Gestapoverbrechen. Berichtet wird von Rosa Bertram, Erich Salomon und Walter Hangen aus Worms, Lina Bechstein aus Kriegsheim, Gretel Maraldo aus Offenbach, Jakob Gramlich aus Bonsweiher, dem Polen Johann Goral, den beiden Franzosen Eugène Dumas und Lothaire Delaunay, dem Niederländer Frederik Roolker, den Amerikanern Robert T. McDonald, Wilhelm H. Forman und Ray F. Hermann sowie drei weiteren von der Gestapo ermordeten Personen, die nicht identifiziert werden konnten. Außer Johann Goral, der die Erschießung schwer verletzt überlebte, kamen der Russe Alexander Romanov sowie die vier Groß-Rohrheimer Bürger Heinrich Ahl, August Lautenbach, Heinrich Menger und Georg Ackermann mit dem Leben davon – auch hierüber wird berichtet.
In seinem Vorwort schreibt der ehemalige Bensheimer Bürgermeister Georg Stolle: „Mit Erschütterung habe ich den Bericht über die Verbrechen gelesen, die 1945, unmittelbar vor Kriegsende, in Bensheim begangen worden sind. Vor dem unvorstellbaren Gesamtkomplex an Terror und Gewalt erweisen sich diese Mordtaten in ihrer Entsetzlichkeit als fassbar und beklemmend-authentisch, weil sie sich in unserer Stadt, mitten unter uns und an uns bekannten Orten ereignet haben…“

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