Biographie Klaus Ahlheims


1942 in Saarbrücken geboren, Kindheit und Jugend (bis 1957) in Bensheim und Bensheim-Auerbach, Abitur 1962, Studium der ev. Theologie, der Erziehungswissenschaft, Soziologie und Geschichte in Marburg, Berlin (West), Mainz und Frankfurt/Main, Promotion (Theologie) 1972 in München, Habilitation (Erziehungswissenschaft) 1981 in Frankfurt, 1971/72 Vikariat in Ingelheim/Rhein, 1972-1981 Studentenpfarrer in Frankfurt, von 1981 bis 1994 Professor für Erziehungswissenschaft in Marburg, seit 1994 Professor für Erziehungswissenschaft in Essen.
Zahlreiche Publikationen zu Grundfragen der (politischen) Erwachsenenbildung, empirische Untersuchungen und Unterrichts- und Seminarmodelle zu den Themen Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus.
Jüngste Veröffentlichung: Klaus Ahlheim/Bardo Heger: Die unbequeme Vergangenheit. NS-Vergangenheit, Holocaust und die Schwierigkeiten des Erinnerns, Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag 2002

 

Literaturauswahl
  • Klaus Ahlheim/Bardo Heger: Der unbequeme Fremde. Fremdenfeindlichkeit in Deutschland - empirische Befunde, 2. Aufl., Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag 2000
  • Klaus Ahlheim: Geschöntes Leben. Eine deutsche Wissenschaftskarriere, Hannover: Offizin Verlag 2000
  • Klaus Ahlheim/Bardo Heger: Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit. Handreichungen für die politische Bildung, 3. Aufl., Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag 2001
  • Klaus Ahlheim: Pädagogik mit beschränkter Haftung. Politische Bildung gegen Rechtsextremismus, Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag 2001
  • Klaus Ahlheim/Bardo Heger: Die unbequeme Vergangenheit. NS-Vergangenheit, Holocaust und die Schwierigkeiten des Erinnerns, Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag 2002
 

Klaus Ahlheim
Geschöntes Leben
Eine deutsche Wissenschaftskarriere

Hannover: Offizin, 2000, 92 Seiten, 12€, ISBN 3-930345-24-2

 

Klaus Ahlheim beschreibt am Beispiel des emeritierten Marburger Sozialethikers Dietrich von Oppen den Beginn einer Wissenschaftskarriere im NS-Staat und ihre erfolgreiche Fortsetzung nach 1945. Er zeigt, wie eine kosequent betriebene politische Mimikry und Schönung der eigenen Vita den sach- und wahrheitsgerechten blick auf die Zeit vor 1945 bis heute verstellt. Und er macht deutlich, daß eine Kultur des Nicht-Wahrnehmens und Nicht-Wahrhaben-Wollens die Diskussion um die Rolle der Universität im Nationalsozialismus noch immer erschwert.

Inhalt:

  1. Universität und Nationalsozialismus: Das lange Schweigen
  2. Ein halbes Jahrhundert Anlauf: Die Philipps-Universität Marburg und die NS-Zeit
  3. Dokumentiert: Dietrich von Oppen, das Auffinden einer Dissertation und die Reaktionen
  4. Nationalsozialismus und geschöntes Leben: Die Karriere des Dietrich von Oppen vor und nach 1945
  5. Von der fortdauernden Schwierigkeit des Erinnerns

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